10.01.2009 24h Dubai: Doppelsieg für Schubert Motorsport bei 24h Dubai

Mit einem Doppelsieg endete die 4. Auflage der 24 Stunden von Dubai (08. bis 10. Januar 2009) für Schubert Motorsport. Das Oscherslebener Team gewann mit dem BMW Z4 M Coupé die Klasse A5 und mit dem BMW 320d die Klasse D1. Darüberhinaus wurde man mit nur 49,676 Sekunden Gesamtzweiter.

“Ein toller Erfolg für das gesamte Team bei harten Bedingungen“, so Teamchef Torsten Schubert nach anstrengenden und sehr spannenden 24 Stunden auf dem 5,4 Kilometer langen Kurs im Wüstenemirat.

Mit insgesamt drei Fahrzeugen nahm man das Abenteuer in Angriff. Der BMW Z4 M Coupé ging unter der Nennung von „Al Faisal Racing 1“ mit dem Quartett Claudia Hürtgen, Stian Sorlie, Prinz Abdulaziz Al Faisal und Paul Spooner in das Rennen. Auf dem BMW 320d von "Al Faisal Racing 2" starteten Jörg Viebahn, Prinz Khaled Al Faisal, Bander Al Esayi und Salman Al Khalifa. Das dritte Auto, den BMW 120 Diesel pilotierten der Ukrainer Alexander Gayday und die vier Russen Mikhail Ukhov, Alexander Zheludov, Alexey Basov, Igor Storchak als "Tsnumai Racing Team".

Schon beim Zeittraining lief es für zwei der drei BMW sehr gut und der über 400 PS starke BMW Z4 M Coupé holte sich die Pole Position der Klasse A5. Und auch der BMW 120d fuhr die schnellste Zeit der Klasse D1. Lediglich der BMW 320d hatte leider ein kleines technisches Problem. Ein verkürztes Quali führte dann dazu, das man keine Zeit fahren konnten und das Rennen von hinten aufnehmen musste.

Die Geschichte des Rennens liest sich dann wie ein Krimi. Nachdem man von Startplatz fünf der Gesamtwertung mit dem BMW Z4 M Coupé loslegte, hatte man zwischendurch lange Zeit die Führung inne und zeigte eine starke Performance des Teams gegen PS-stärkere Autos. Doch nach 21 gefahrenen Stunden verlor man die auf vier Runden Vorsprung ausgebaute Führung nach einer brenzligen Situation mit dem Prinzen am Steuer. „Ich musste einem Fahrzeug ausweichen und fuhr in die Auslaufzone von Turn 8. Dabei konnte ich herumliegenden Trümmerteilen nicht ausweichen. Am Ende dieser Runde platzte mir dann beim Anbremsen nach Start-Ziel der Reifen hinten rechts…“, so Prinz Abdulaziz später. Die anschließende Reparatur kostete wertvolle Zeit und machte eine weitere Aufholjagd nötig. Die Aachenerin Claudia Hürtgen absolvierte den letzten Turn und fuhr wie entfesselt. Pro Runde war sie bis zu 12 Sekunden (!) schneller als das Führungsfahrzeug und holte mehr und mehr auf. Die Zeitnahme rechnete fieberhaft, doch trotz aller Anstrengung fehlten am Schluß der 24 Stunden nur 49,676 Sekunden. Hätte das Rennen ein paar Minuten länger gedauert, dann wäre es der Sieg gewesen. Aber auch so konnte man mit dem Gesamtplatz zwei und dem Sieg in der Klasse A5 zufrieden sein. „Großer Vorteil in der Hitze waren die Dunlop-Reifen“, so Stefan Wendl von Schubert Motorsport. „Bei Asphalt-Temperatur en von 45 Grad konnten wir gerade am Anfang des Rennens das Tempo ohne Rücksicht auf die Reifen sehr hoch halten und dadurch viel Zeit gewinnen.“

Die Erfolgsgeschichte von "Al Faisal Racing 2" war ebenfalls atemberaubend. Mit einer tollen Aufholjagd, angeführt vom Engelskirchener Jörg Viebahn, fuhr man mit dem BMW 320d vom letzten Platz immer weiter vor und gewann zum Schluß mit deutlichem Vorsprung die Dieselklasse und zeigte in den 526 Runden einmal mehr die Stärke von Schubert Motorsport im Bereich der Dieseltechnologie. Lediglich nach dem 1. Stint hatte man nach Vibrationen die Kardanwelle austauschen müssen, ansonsten aber ein fehlerfreies Rennen gezeigt und kam schlussendlich bis auf Platz 19 im Gesamtklassement nach vorne!

Kein Rennglück hatte das Quintett im BMW 120d. Mit einem Ausfall nach Unfall beendeten sie das Rennen in der Wüste in der 331 Runde nach knapp 14 Stunden Fahrtzeit. (Text: Ralph Monschauer - motorsport-xl.de)

 

 
   

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