26.05.2009 Doppelsieg für Schubert Motorsport bei 24 Stunden Nürburgring

Das Oscherslebener Team Schubert Motorsport konnte bei den diesjährigen 37. ADAC Zurich 24 Stunden Nürburgring (21.-24. Mai 2009) vor 200.000 Fans rund um die Nordschleife einen Doppelsieg in der Klasse D1T mit den zwei BMW 320d feiern. Einen Podestplatz gab es für den BMW M3 GT4.

Zum Schluß war es ein tolles Ergebnis für die Truppe um Teamchef Torsten Schubert, der selber den zweiten Platz mit seinen Teamkollegen einfuhr. Gewinnen konnte das amerikanisch/norwegische Quartett Anders Buchardt (N), Nils Tronrud (N), Michael Auriemma (USA) und John Mayes (USA) mit dem BMW 320d (#140). Zweiter in der Klasse wurden Emin Akata, Jürgen Dinstühler, Andreas Winkler und Torsten Schubert (#138), ebenfalls mit BMW 320d.

“Es war das erwartet schwere Rennen“, so Schubert Motorsport-Organisationsleiter Stefan Wendl. Dabei hatte die Schubert Crew ihre Aufgaben mit Bravour bewältigt. Lange Zeit führte der BMW 320d mit Akata/Dinstühler/Winkler/Schubert bevor es dann um 2.28 Uhr eine Schadensmeldung gab. Nach einem Unfall im Streckenabschnitt „Bergwerk“ verlor man knapp 60 Minuten für die Reparatur und fiel auf Platz vier zurück. Erst in der vorletzten Runde holte Emin Akata dann noch Platz zwei in einer furiosen Fahrt: „Es war eine problematische Schlussrunde, da ich noch Platz zwei sichern musste und viele Autos in langsamer Fahrt schon feierten. Das ging mit Lichthupe hin und her um zu zeigen, das es hier noch um etwas geht. Das war schon ein Erlebnis...!“, so Akata später. Da man kurz vor Schluß noch hinter dem Schwesternauto auf das Podest kam, überwog dann die Freude. Aber ohne den Ausfall hätte man im Gesamtklassement sicherlich so um die Platz 17 ankommen können!

Kein Rennglück hatte das Quartett Peter Posavac, Lars Stugemo (S), Marko Hartung und Paul Spooner (GB) im BMW 320d mit der Startnummer 139. Mit starken und konstanten Zeiten fuhr man kontinuierlich auf Platz zwei und hatte keine großen Probleme, bis es um 2.20 Uhr zur Hiobsbotschaft kam: „Unfall im Streckenabschnitt Galgenkopf“. Damit musste man das Rennen beenden und die Hoffnung auf eine Podiumsplatzierung begraben.

Ebenfalls ausgefallen: Das BMW Z4 M Coupé. Die Speerspitze des Teams hielt zunächst alle Versprechungen und die starke Fahrerpaarung Claudia Hürtgen, Augusto Farfus (BR), Stian Sorlie (N) und Dirk Müller war immer im Topfeld zu finden. Von nicht wenigen Experten hörte man immer wieder von Chancen auf einen Podestplatz. Und die bestätigte das Quartett dann auch mit Platz fünf neben etlichen werksunterstützen Teams oder wesentlich PS-stärkeren Fahrzeugen. Kurz vor Mitternacht dann aber leider der Ausfall im Bereich „Hohe Acht“ mit Motorschaden. „Das Auto lief bis zum Ausfall super“, so Claudia Hürtgen, „die Dunlop-Reifen hielten über den Stint hinaus und wir konnten damit jederzeit angreifen. Platz fünf im Gesamtklassement wäre möglich gewesen!“

Ebenfalls nicht ganz reibungsfrei lief es beim BMW M3 GT4. In der Klasse SP10 fuhr man aber trotz diverser Probleme noch aufs Podium. Dabei mussten die Fahrer - der dreifache Tourenwagen-Weltmeister Andy Priaulx (GB) und Weltmeisterschaftspilot Jörg Müller teilten sich das Cockpit mit den zwei schnellen Journalisten von Sport Auto Jochen Übler und Markus Schurig - allerdings einige ungeplante Reparaturstopps einlegen, die einen Klassensieg unmöglich machten. Dies ist keineswegs ungewöhnlich für ein derartiges noch sehr junges Rennfahrzeug: der Projektstart für den BMW M3 GT4 wurde vor gerade einmal fünf Monaten beschlossen.

Nachdem Jörg Müller den Start absolvierte gab es einen unverschuldeten Unfall in der Start-Ziel-Kurve, der eine kurze Reparaturzeit nötig machte. Doch danach stellte sich bei Betrachtung der gefahrenen Rundenzeiten schnell heraus, dass das neue Projekt von BMW absolut konkurrenzfähig ist und in seiner Klasse die Benchmark darstellt. „Das Potenzial des neuesten BMW Motorsport Kundenprojekts in der neu geschaffenen Klasse für SRO GT4 Fahrzeuge ist vorhanden. Das haben die Rundenzeiten gezeigt“, so Stefan Wendl. „Der BMW M3 GT4 kam ins Ziel und so konnten neue Erkenntnisse gewonnen werden.“
 

 
   

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